luft und bach

wir gehn der sonne nach den weg hinab
durch das kühle bett von luft und bach
unsern atemweg entlang

und atmen einen schlafestrank

im tagebuch der bäume
blättert noch der wind
wir hören wie gestillt von dank

wolken lichten auf den wogenkronen
ihre anker
wie gelöst vom woher und vom wohin

wir gehn hinab und schweigen
neben allem andern
kein wort weiß was es ist du bist ich bin

Auf einem Feldweg nach Goltzscha

13 April 2020

smer